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Die Schweden haben endlich einen Weg gefunden, meinen Punkterekord zu brechen

Interview mit Alexander Rybak

Alexander in Argentinien, Interview mit ESC Brazil, April 2016

Quelle: ESCbrazil.com, veröffentlicht 05.05.2016.
Text and Fotos von Ricardo Olissil.
Übersetzt von
  Lulu Barcelo und Uta Bensel

Sieben Jahre, nachdem er den Eurovision Song Contest 2009 in Russland als Repräsentant Norwegens gewann, kam Alexander Rybak endlich nach Südamerika. Unser Interview fand in Argentinien, in einem Hotel im Vorort von Buenos Aires am Tag nach seinem Konzert statt. Zuerst trafen wir seinen Agenten in Argentinien, Danile Benko, von der Circulo Virtuoso Association, der Alexanders Zeitplan in Argentinien erklärte, welcher nicht nur das Konzert in Buenos Aires, sondern auch einen Workshop für junge Geiger und ein kleineres Konzert außerhalb der Innenstadt beinhaltete. Nach ein paar Minuten Verspätung – Alexander wusste nicht, wo er seine Schuhe gelassen hatte – betrat er den Hotelgarten. Da er nach dem Konzert müde war, eine leichte Erkältung hatte und auch etwas Jetlag, wollte er keinen Videomitschnitt. Aber er machte diese GIF ♥.

ALexander Rybak interview in ESC Brazil in ARgentina April 2016
Und nun zu den Fragen:
ESC Brazil: Zuerst einmal danke für dieses Interview. Du siehst etwas müde aus.

AR: Ja, ich bin etwas müde, aber das ist durchaus positiv zu verstehen. Es tut gut, nach einem Konzert auszuruhen, aber ich freue mich über dieses Interview, denn du kommst von so weit her.

ESCBR: Das Konzert war großartig, und wie wir beim Eurovision sagen: „Was für eine wundervolle Nacht und großartige Show! 12 Punkte in Brasilien“.
AR: Danke! (lacht)

ESCBR: hier ist meine erste Frage: Messi oder Neymar?
AR: Oh! Messi, denn er ist der Anführer in Barcelona. (Lacht). Ich mag Fußball und beide Spieler sind toll.

ESCBR: Diese Frage war nur ein Witz, denn wir haben diesbezüglich diese Rivalität mit den Argentiniern.
AR: Ja, ja, aber Zidane (Frankreich) ist beliebter. Aber tatsächlich ist Ronaldinho besser als Pelé. (Lacht)

ESCBR: Okay, zurück zu den Fakten. Sänger, Komponist, Geiger, Schauspieler und Autor… Was sonst noch alles können wir von Alexander Rybak in der Zukunft erwarten?
AR: Ja, jetzt auch Autor. Ich habe vor, Übersetzungen meines Buches auf den Markt zu bringen, wer weiß, vielleicht auch auf Portugiesisch. Das wäre toll. Zur Zeit konzentriere ich mich darauf, mehr Lieder auf Plattformen wie Spotify zu veröffentlichen. Außerdem organisieren wir in diesem Sommer eine Jubiläumsshow, da ich vor 10 Jahren den Kjempesjansen, eine Talentshow im NRK (norwegisches Fernsehen) gewann, gemeinsam mit mehreren anderen talentierten Künstlern. In einigen Jahren möchte ich hier auch meine Musik zu meinem Buch „Trolle und die Zaubergeige“ (Trolle and the Magic Fiddle) veröffentlichen.



ESCBR: Was bedeutet dir Argentinien? Du bist hier in einem Land, in dem du eher unbekannt bist. Hat dein Publikum dich gestern überrascht? Würdest du gern in umliegenden Ländern auftreten?
AR: Die Aufregung und Zuneigung, die ich empfand, hatte ich zwar erwartet, aber dennoch war es viel größer als ich es mir vorgestellt hatte. Als ich die Darbietungen anderer Künstler sah wie z.B. von Justin Bieber, merkte ich, wie die Fans ticken, hatte aber nicht erwartet, dass es so herzlich sein würde…und dass sie so gut in Englisch sind! (Lacht) Und sie waren alle so aufmerksam und nahmen an allen Titeln des Konzerts teil, an den lebhafteren und den klassischen gleichermaßen, sie verstanden meine Witze… Das lateinamerikanische Publikum ist wirklich das allerbeste, sie reagierten gut auf alle Nummern des Konzerts. Fantastisch! Ich hoffe, bald in Brasilien, Chile, Bolivien, Kolumbien und anderswo zu singen.

ESCBR: Du hast eine Version von „Abrazame“, Julio Igelias, aufgenommen, der 1970 am Eurovision (mit dem Lied „Gwendolyne“) teilgenommen hat. War das einer der Gründe, dass du das Lied ausgewählt hast?
AR: WOW, ich wusste nicht, dass er beim Eurovision teilgenommen hat. Ich glaube, ich bin gar nicht so ein Fan, wie ich es von mir glaubte (lacht). Aber er hat viele andere bemerkenswerte Dinge gemacht, wegen der er bekannt ist, ich glaube, viele Menschen wissen nicht, dass er am Eurovision teilgenommen hat, genau wie bei Celine Dion. Und ABBA, natürlich! Zu Iglesias, ich mag seine Musik, seine Sprache… in Brasilien sprechen die Menschen kein Spanisch, oder?

ESCBR: Nein, wir sprechen Portugiesisch (lacht).
AR: Oh, nein. Ich muss es alles nochmal von vorn lernen! Wie fragst du jemanden auf Portugiesisch nach seinem Namen?

ESCBR: „Qual o seu noem?“ oder „Chomo se chama?“
AR: Oh, ein bisschen wie auf Spanisch.

ESCBR: Lass uns über den Wettbewerb reden. Warst du überrascht, dass so viele Menschen in Übersee den Wettbewerb so gut kennen?
AR: Ich wäre überrascht gewesen, wenn das vor 15 Jahren passiert wäre. Ich meine, solche Dinge überraschen mich immer, aber heute ermöglicht das Internet jedem, überall auf der Welt ein bisschen berühmt zu sein. Ich interagiere gern mit meinem Publikum, entweder durch Facebook, twitter, Videos… Hast du mein Q&A Video gesehen, in dem ich Klavier spiele?

ESCBR: Ja, das war toll.
ESCBR: Lass uns weitermachen…in diesem Jahr hast du dem belgischen Publikum geholfen, ihren Beitrag für den Eurovision auszusuchen. Hast du die Bewerber von anderen Ländern gehört?
AR: Tatsächlich ist der belgische Beitrag sehr gut! Nun… Ich mag den russischen Song und habe dessen Entwicklung mit verfolgt, auch, weil ich mit dem Produzenten Philipp Kirkorov gut befreundet bin. Aber am überraschendsten für mich war der englische Beitrag… Ich finde, Großbritannien hat den Song, der Europa repräsentiert. Sie sind in den letzten Jahren ziemlich weit nach hinten gerutscht, aber ich glaube in diesem Jahr steckt da großes Potential. Weißt du… ich mag es, wenn ein Land einen Song schickt, der die Musik, die in dem Land gemacht wird, repräsentiert. Es ist in Ordnung, auf Englisch zu singen, aber man sollte wenigstens die Instrumente und den Rhythmus des eigenen Landes mit einbringen.

ESCBR: Wie Portugal es in den letzten Jahren getan hat, was aber vom Rest der europäischen Öffentlichkeit nicht anerkannt wurde.
AR: Ja, wie Portugal. Übrigens, fühlt ihr als Brasilianer, dass Portugal ein Teil von euch ist, wie, eure besten Freunde in Europa?

ESCBR: Brasilien ist ganz anders als Portugal, aber wir haben eine gute Beziehung mit dem Land, obgleich es viele Brasilianer bevorzugen, andere Länder als Portugal zu kennen, welches ein großartiges Land ist.
AR: Ich verstehe.

ESCBR: Nun, diese Frage stammt von unserem Leser Juarez Neto: Wie findest du den diesjährigen norwegischen Song „Icebreaker“?
AR: Der hat einen sehr neuen Stil und ist anders als die Musik, die ich höre… Ich denke, er kommt unter die ersten fünf. In fünf Jahren vielleicht werde ich besser daran gewöhnt sein. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich ihn für einen großartigen Song halte. Was denkst du?

ESCBR: Teilweise hatte ich auf „Feel the Rush“ von Freddy Kalas gehofft.
AR: Oh, aber der Song besteht aus einer Mischung von Rhythmen, er hat keinen norwegischen Klang (lacht).

ESCBR: Ja… aber ich mag auch die traditionellen Songs.
AR: Leider hat das Radio die Künstler dazu gebracht, nur noch darauf zu achten, dass ihre Musik gefällig ist. Vor der Eurovision z.B. spielten die skandinavischen Radiostationen meinen Song nicht. Nach meinem Sieg spielten sie ihn… aber es hatte etwas von „Okay, wir müssen ihn spielen…“, weil sie keine Wahl hatten (lacht).

ESCBR: In diesem Jahr wurde das Abstimmungssystem des Eurovision geändert, so dass der aktuelle Gewinner leicht deinen Rekord wird schlagen können.
Wirst du dann traurig sein?
AR: Oh ja, sie haben das verändert, und jetzt kann eine Person nicht mehr nur 12 Punkte von einem Land erhalten, sondern 24, richtig?

ESCB: Kurz gefasst, ja.
AR: Weißt du, es war schon nett, über die letzten Jahre den Rekord innezuhaben. Ich glaube, dass die Schweden endlich einen Weg gefunden haben meinen Punkterekord zu brechen (lacht). Sie haben es mit Loreen, mit Mans versucht … und haben es nicht geschafft, und jetzt mit diesem neuen Punktesystem, kann es jeder schaffen (lacht). Ich mach natürlich nur Witze (lacht).

ESCBR: (lacht) Aber dein Punktestand war der Wahnsinn! Fast doppelt so viele Punkte wie die zweitplatzierte Yohanna!
AR: Aber weißt du, was mich in all den Jahren noch mehr gefreut hat? Die Tatsache, dass ich in einem Jahr gewonnen habe, in dem das Niveau der Musikbeiträge sehr hoch war. Natürlich haben die letzten Songs, die gewonnen haben, das auch verdient, besonders im letzten Jahr… obgleich Loreen in einem härteren Jahr teilgenommen hat, die russischen Großmütter hätten auch großartige Champions abgegeben (lacht).

ESCBR: Ja, für viele Brasilianer war der Contest 2009 übrigens eine der besten Shows der letzten zehn Jahre!
AR: Das finde ich auch! Ich mochte den ukrainischen Beitrag „Be my Valentine“ sehr, schade, dass die Darbietung dann nicht die beste war. Yohanna hatte auch ein gutes Lied, ein Gewinnerlied, obwohl wir in verschiedenen Stilrichtungen singen. Es war schön, mit einem Punkterekord zu gewinnen und das hat bewiesen, dass das norwegische Volk eine gute Wahl getroffen hat! (lacht)

ESCBR: Besonders, da auch die russische Sprache einen guten Klang hat.
AR: Ja, sehr gut für Musik. Übrigens, glaubst du, dass Russland dieses Jahr gewinnen könnte? (lacht)

ESCBR: (lacht) Es ist ein guter Song, ein Gewinner. Aber ich hoffe, dass Frankreich gewinnt (lacht). Aber Sergey hat auch in Brasilien viele Unterstützer.
AR: Wirklich? Gut zu wissen.

ESCBR: Übrigens, du hast versucht, als Komponist zur Eurovision zurückzukehren, in Malta und Weißrussland. Wirst du das als Sänger tun? (Frage von Dawysson Fernando Rocha)
AR: Ach ja, das war keine gute Erfahrung. Denn da habe ich gespürt, wie die Jury bewertet und die Arbeit beeinflusst. Wir lagen vorn in der Publikumsgunst, aber die Jury hat uns geschlagen. Eigentlich bin ich immer noch enttäuscht darüber, was in Malta und Weißrussland passiert ist, weil die Sänger beider Länder ihr Bestes gegeben haben bei der Vorbereitung und unglücklicherweise nicht die Anerkennung erhielten, die ihnen zugestanden hätte. Zum Thema Singen bei der Eurovision… ich finde, dies ist eine Show für neue Talente wie Franklin, Malta. Nicht unbedingt neu, was das Alter betrifft, aber dem Publikum neu, „unbekannt“. Ich beneide jedoch die Hartnäckigkeit von Johnny Logan, der zweimal teilgenommen und auch zweimal gewonnen hat. Also … sag niemals nie!

ESCBR: Kannst du uns zum Schluss etwas über deine Arbeit mit Kindern erzählen?
AR: Ich arbeite seit langer Zeit mit Kindern. Vor nicht langer Zeit war mein Song „Into a Fantasy“ Teil des Soundtracks zum Film „Wie man einen Drachen zähmt 2“ von DreamWorks, und ich habe auch noch mein Buch. Mit Kindern zu arbeiten ist meine Mission; Ich mag mich wirklich, wie ich bin und alles, was ich heute habe, aber ich erübrige immer einen Teil meiner Zeit, um jungen Künstlern dabei zu helfen, das gleiche wie ich zu erreichen. Mein Leben besteht zu 50% aus Nehmen und zu 50% aus Freude und Freude geben.

ESCBR: Also vielen Dank nochmal dafür, dass du dir die Zeit genommen hast für unser Treffen und dieses Interview. Wir hoffen, dich bald in Brasilien begrüßen zu können, vielleicht während der Olympiade als Gast der norwegischen oder weißrussischen Delegation.
AR: Nein, (lacht) falls ich nach Brasilien kommen, möchte ich dort für meine brasilianischen Fans da sein, wie hier für meine argentinischen. Ich umarme euch alle!

Q & A (Fragen und Antworten) Alexanders kreative und lustige Variante die Fragen von Fans zu beantworten

Alexander Rybak – Der Piano-Mann, das Phantom der Oper und der Entertainer – Was können wir mehr wollen ? 🙂

Ein neues kreatives und lustiges Video von Alexander 🙂   Dieses Mal können wir uns zusätzlich an seinen hervorragenden Fähigkeiten am Klavier erfreuen. Weiter unten findet ihr einige  Screenshots aus dem Video. Viel Spaß beim Gucken  🙂

Alexander beantwortet Fragen von Fans in einer sehr ungewöhnlichen Form

Alexander hat ein weiteres Video veröffentlicht, in dem er Fragen von seinen Fans beantwortet, die ihm zuvor auf seiner offiziellen Website gestellt wurden. Er entschied sich dies in einer sehr ungewöhnlichen und kreativen Form zu tun. Das Video ist in Englisch, aber unten kannst du die Übersetzung lesen 🙂

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Alexander Rybak – Kinderbuch-Profil dieser Woche auf BOK365!

Debütiert mit einem Buch mit Musik

Deutsche Übersetzung: Susanne B.

– Ich habe immer schon gerne geschrieben, und ich wollte die alte Tradition, Bücher mit Musik zu machen, fortsetzen – sagt Alexander Rybak

Quelle: bok365.no  Autor: Victoria Jelsø Spanthus, veröffentlicht 19.9.15

Die meisten kennen ihn vom Eurovison Song Contest 2009, wo er mit dem Song “Fairytale” gewonnen hat. Wenige kennen ihn als Kinderbuchautor. Alexander Rybak debütiert zur Zeit mit dem Märchenbuch “Trolle og den magiske fela” (“Trolle und die Zauberfiedel”), erschienen im Cappelen Damm Verlag. Das Buch beinhaltet 2 CDs, auf denen Rybak magische Lieder für jede Szene der Geschichte aufgenommen hat. Continue reading Alexander Rybak — Kinderbuch-Profil dieser Woche auf BOK365!

Alexander Rybak in “Dagsrevyen” über sein Buchprojekt, NRK 03.09.2015

Alexander spricht über sein Buch “Trolle og den magiske fela” in dem norwegischen Nachrichtenprogramm “Dagsrevyen” auf NRK zusammen mit seinem Trolle-Team:  Dennis Storhøi, Pernille Hogstad, Stig Werner Moe und Anders Baasmo Christiansen.

 

Alexander Rybak bei der Schlusszeremonie des Antwerp Pride 2015 in Antwerpen (Ein Fanreport von Larissa)

Foto oben:  Tjap Pintoe for Antwerp Pride 2015
Videos: Ellen NL – danke 🙂

Fanreport von Larissa:

Am Sonntag, den 9. August 2015, besuchten meine Familie und ich den Antwerp Pride in Antwerpen in Belgien, um Alexander Rybak live spielen zu sehen. Als erstes traf ich Eline und ihre Freundin Deidre vor der noch leeren Bühne und wir freuten uns unheimlich uns alle nach drei Monaten wiederzusehen. Wenig später trafen wir auch Olivier Vanhoutte, Alexanders Manager für die Beneluxländer, Deutschland, Portugal und Malta. Wir fragten ihn, ob es möglich wäre, Alexander nach seinem Auftritt oder vielleicht sogar nach dem Soundcheck kurz zu treffen, um ihm das T-Shirt der Fangruppe ” Europe Loves Alexander Rybak” (ELAR) auf Facebook zu schenken, das ich schon seit 5 Monaten mit mir herumtrug, um es ihm bei Gelegenheit zu übergeben. Olivier konnte uns zwar nichts Genaues über ein Treffen sagen, aber wir hatten schon einen Plan, wie wir Alex erwischen konnten. Nach und nach trafen dann auch die anderen Facebookies aus den Niederlanden, Deutschland und sogar Norwegen ein. Es war so wunderschön sie alle wiederzusehen und gemeinsam Alex‘ Auftritt entgegenzufiebern. Continue reading Alexander Rybak bei der Schlusszeremonie des Antwerp Pride 2015 in Antwerpen (Ein Fanreport von Larissa)

Alexander Rybak in der TV-SHOW “GOD SOMMER NORGE”

“Wir kennen ihn als den großen Geige spielenden Charmeur mit einer aus dem Rahmen fallenden Musikalität und einer Ausstrahlung, wie aus dem Märchenland.”

Alexander war am 17. Juli 2015 zu Gast in der Sommershow “God sommer Norge” auf TV2, wo er über sein Buch “Trolle und die Zauberfiedel” sprach, das Ende September dieses Jahres erscheinen wird.

Das Video hat deutsche Untertitel.

Alexander Rybaks neues Lied “Blant Fjell” mit Liedtext

Alexanders neues Lied “Blant Fjell” ist jetzt auf YouTube.  Wenn du Norwegisch nicht verstehst, findest du den norwegischen Text zu diesem wunderschönen Lied unter dem Video ins Deutsche übersetzt. 🙂

Video von der ersten offiziellen Aufführung dieses Liedes!

Norwegian: “Blant Fjell”

Tekst og musikk: Alexander Rybak

flag Norway

Jeg vil bort, jeg vil fram,
jeg vil se, jeg vil leve.
Jeg har prøvd, jeg har lært,
var det verdt alt strevet?
Min sjel vil så mangt, men synet ble trangt.
Hvem er du, se på meg, vil du være min venn?
Continue reading Alexander Rybaks neues Lied “Blant Fjell” mit Liedtext

“Da war ein Junge – ein sehr seltsamer, verzauberter Junge …

(Geschrieben von Irena Bay, 23. 01. 2010, Übersetzung von Susanne)

Es war einmal ein junger Mann, der hatte den Traum Menschen zum Lächeln zu bringen – den Traum ihnen eine Geschichte mit seinem Lied zu erzählen. Sein Traum wurde wahr!

 

 

Es war am 16. Mai 2009 in der russischen Hauptstadt Moskau, als Alexander Rybaks Lied, sein Lächeln und seine Geige die Herzen der Menschen in Europa verzauberte. Das brachte ihm den Pokal beim Eurovision Song Contest ein und die höchste Punktezahl, die je in dem Wettbewerb erreicht worden war: 387! Seit diesem Tag lassen Mobiltelefone überall in Europa und im Rest der Welt die Melodie von “Fairytale” in den Weltraum erklingen! 🙂

“Die größte Sache, die du je erfahren wirst, ist zu lieben und geliebt zu werden!”
(“The greatest thing you’ll ever learn is to love and to be loved in return!”)

Alexander Rybak wurde am 13. Mai 1986 in Minsk, Weißrussland (das damals Teil der Sowjetunion war) als niedliches, dickköpfiges und talentiertes Baby den Eltern Natalia (Pianistin) und Igor (Geiger) geboren. Als Alexander drei Jahre alt war, ging sein Vater Igor mit einem Musikensemble auf Tour. Und bevor er merkte, wie ihm geschah, verlor er hoffnungslos sein Herz an Norwegen”! Er entschied sich, dort zu bleiben. Außergewöhnliche Zeiten begannen für die kleine Familie: die Mutter Natalia blieb mit dem kleinen Jungen in Weißrussland allein zurück, während der Vater Igor ein paar Jahre lang in Oslo hart arbeitete, um Geld zu sparen und in die Lage zu kommen seine Familie in dieses skandinavische Land zu bringen. Es muss eine einsame und schwierige Zeit für sie alle gewesen sein.

Doch dann war der GROSSE Tag da! Alexander, der fünf Jahre alt war, und seine Mutter bestiegen einen Zug nach Oslo. Sie reisten  zwei Tage lang durch das Herz von Europa und wurden von Alex’ Vater und der frischen norwegischen Luft begrüßt. Bald fanden sie ein Haus in Nesodden auf der Halbinsel Nesoddtangen im Osloer Fjord. Sie leben übrigens bis heute noch in Nesodden.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Alexander das Klavierspielen beigebracht worden, und als sie in Norwegen angekommen waren, begann sein Vater ihn auf der Geige zu unterrichten. Sehr bald erkannte Igor, dass sein Sohn ein großes musikalisches Potential hatte, und beschloss den Fokus seines Sohnes auf die Violine zu lenken.

Während die meisten norwegischen Kinder damit beschäftigt waren draußen zu spielen, musste Alexander jeden Tag drinnen bleiben und stundenlang Geige spielen. “Das stinkt mir!” denkt er. “Ich will nicht!” sagte er seinen Eltern. Es nützte nichts. Manchmal machte dies Alex sehr frustriert und wütend. Um ihn zu beruhigen, kauften ihm seine Eltern LEGO zum Spielen. Das machte es ein bisschen besser! 🙂

Das Leben war nicht so einfach für den jungen Geiger. Er sprach kein Norwegisch, und somit konnten er die Kinder in der Schule nicht verstehen, und sie konnten ihn nicht verstehen. Das machte den kleinen Jungen traurig. Einige der Kinder waren auch nicht so nett zu ihm – er sah anders aus, war anders gekleidet, und spielte Geige die gaanze Zeit! Leider schikanierten ihn einige Kinder deswegen. Zum Glück hat er es geschafft, ein paar enge Freunde zu finden, und sie halfen ihm durch den Tag zu kommen.

Später, als er das Alter von zehn Jahren erreichte und auf die Musikhochschule “The Barrat Due Academy” in Oslo wechselte, bekam Alex eine Menge Freunde. Wie er das geschafft hat, fragst du? Durch Witze machen! Deswegen ist er heute so lustig – er blödelt herum, seit seiner Kindheit 😉  Und das ist eine Sache, die wir am ihm mögen: seinen Sinn für Humor!

Aber Witze machen war nicht genug, um die Mädchen zu beeindrucken. Er dachte viel darüber nach und entschied Sänger zu werden! (Na ja, ihr wisst, Mädchen mögen Sänger;)) Aber wie sollte er das anstellen? Er dachte noch etwas mehr nach.

Als Student an der Musikhochschule wurde dem der Fiedler inzwischen klar, dass seine Lehrer und Eltern von ihm wollten, dass er Musik eher konventionell aufführen sollte. Das war nicht gerade das, was er hören wollte. Er kämpfte mit ihnen und versuchte, Musik so zu spielen wie er meinte, dass sie seinem Herzen entsprechend gespielt werden sollte. Manchmal gewann er die Kämpfe; andere Male wurde er nicht gehört.

Alexander begann bald die drei wichtigsten Dinge zu erkennen, die sein Leben für immer beeinflussen sollten:

1.

Die meisten Menschen glaubten nicht an Alex’ Vorstellung, wie Musik gespielt werden sollte, und so war tatsächlich eines der größten Hindernisse, mit denen er konfrontiert war, Menschen dazu zu bringen ihm zuzuhören. Allerdings – wenn er es geschafft hatte, waren die Überraschung in den Gesichtern seiner Zuhörer – mit Augen, die träumerisch funkelten und einem Lächeln, das den gesamten Raum erleuchtete – das Beste, was er je erlebt hatte! Das Gefühl, das ihn überkam, wenn er Leute so zum Lächeln brachte, war “fantastisk” (norwegisch für “fantastisch”). Er kam zu dem Schluss, dass es das Beste sei zu tun, was einem das Herz sagt, egal, was andere behaupten könnten.

“Eines Tages, werdet ihr alle es sehen!” Und er hatte recht: wir sehen es jetzt. 🙂

2.

Das Leben ist manchmal sehr kompliziert. Zum Beispiel wurde er zwar in Weißrussland geboren, lebte jedoch die meiste Zeit seines Lebens in Norwegen. Ist er nun Weißrusse oder Norweger? Für die Weißrussen wird er immer norwegisch sein, und für die Norweger weißrussisch. Sehr verwirrend, wie ihr seht. Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Wie kann man sie also beantworten? Der Trick ist, es einfach zu halten! “Meine Wurzeln sind menschlich” Alexander erkannte, dass die schönsten Dinge in der Welt oft die einfachsten sind: die Luft in den Bergen auf der norwegischen Insel Giske zum Beispiel. Oder norwegische Volkslieder und alte sowjetische Film-Soundtracks: ihre Melodien sind schön, weil sie einfach sind. Oder lächelnde Mädchen: nur ein Lächeln, ein einfaches Lächeln, und er hat wieder den Kopf verloren! Ja, ja – er dachte ooooft an Mädchen!

3.

Wenn man neue Dinge ausprobiert, macht man zwangsläufig Fehler – weil man sie noch nie zuvor gemacht hat! Das macht Sinn. Er wird bestimmt Fehler machen, und er wird von ihnen lernen. Er weiß, dass er nie den Glauben an sich selbst verlieren sollte, und nie versuchen sollte, jemand zu sein, der er nicht ist oder Dinge zu sagen, die andere Leute von ihm hören wollen. Es ist besser Fehler zu machen als aufzuhören sich selbst treu zu sein.

So vergingen die Jahre, und der Wunsch seinen Traum zu erfüllen, wurde stärker (während sein Interesse an Mädchen auch stärker wurde – LOL, ich bleibe hier bei meiner Theorie, Leute. Warum? Siehe Punkt 3. Alex hatte großes Glück, denn er stellte sich heraus, dass er sich zu einem wirklich süßen Teenager entwickelt hatte. (Na ja, er hatte auch Pickel, aber er sah trotzdem wirklich gut aus). Und er entwickelte ein immer größer werdendes Interesse an Gesang und Jazzmusik. Seit er ein kleiner Junge war, hatte er Songs komponiert, und so war es nur natürlich, dass er seine Musik mit der Welt teilen wollte. Er wollte gesehen werden! Er wollte auf der Bühne stehen! So entschied er sich das Terrain der Popmusik zu sondieren.

Ihr könnt euch den Schock vorstellen, den seine Eltern (die klassische Musiker waren) und seine Musiklehrer bekamen, zumal er ein solch begabter Geiger war. Er hatte schon zahlreiche klassische Musikwettbewerbe gewonnen, unter anderem den Anders-Jahres-Kulturpreis im Jahr 2004. Sie versuchten ihn davon abzubringen. Gut, dass er in seinem Herzen schon seine Drei-Punkt-Theorie aufgestellt hatte – das glaube ich zumindest. 😉

In einem ersten Schritt, versuchte er es mit einer Teilname bei der norwegischen TV-Sendung “Idol” und sang dort “My Song”. Er scheiterte und wurde abgelehnt. (Vielleicht wurde er abgelehnt, weil es nicht wirklich “sein Song” war.) Wie auch immer, er wusste, dass er nicht gut gewesen war, und so hat er noch mehr geübt und es dann im Jahr 2006 bei dem norwegischen Fernsehwettbewerb “Kjempesjansen” probiert. Diese Show hat ihm im Grunde zugerufen “Das ist DIE Chance deines Lebens, Alexander Rybak! Zeig uns, aus was für einem Holz du wirklich gemacht bist. Jetzt oder nie! “

Zu diesem Zeitpunkt sprach Alexander fließend Norwegisch, so dass er die Bedeutung von “Kjempesjansen” verstanden hatte. Er ging nach Hause und komponierte seinen jazzigen Song “Foolin ‘” Dieses Mal hatte er auf sein Herz gehört. Punkt 4 wurde in die Liste aufgenommen: den Menschen eine Geschichte erzählen! Eine Geschichte über sich selbst. In dieser Show begleitete er sich nun selbst auf mehreren Instrumente und sang einen Song, der wirklich “sein” Song war – und er gewann überwältigend!

Es begann für den Geiger gut zu laufen! Er wurde für seine eigene einzigartige Musik (Punkte 1, 2, 3 und 4) anerkannt. Er beeindruckte ein paar Leute im norwegischen Musikgeschäft und wurde eingeladen in dem Musical “Der Fiedler auf dem Dach”aufzutreten – aber das war noch nicht alles: Er galt als ein solch kostbares Talent, dass die Produzenten des Musicals einen Teil speziell für ihn schrieben! Einen Teil, der in der ursprünglichen Produktion nicht vorgekam! Er sammelte eine Menge Erfahrung im Theater (97 Aufführungen) und bewies, dass er war auch kein schlechter Schauspieler war. Seine Leistung in dem Musical wurde mit dem “Hedda-Preis” im Jahr 2007 ausgezeichnet, und dies führte zu dem Angebot einer Nebenrolle in dem Kinderfilm “Yohann – Barnevanderen” (Yohann – Kinderwanderer), wo er einen Zigeuner spielte.

Danach nahm der Geiger seine Geige und ging wieder “loffen” (oder so ähnlich) auf der Insel Giske – das macht er im Sommer gerne. “Loffen” ist eine norwegische Tradition, bei der Wanderer an die Türen der Einwohner klopfen und, im Austausch für etwas Hilfe bei der Hausarbeit, die Nacht in deren Häusern verbringen dürfen, etwas zu essen erhalten und die Gastgeber kennenlernen. Hier machte der Geiger die Erfahrung, dass es keine so gute Idee ist, mit Mädchen zu flirten, wenn deren Väter dabei sind.

Wie auch immer, da der Fiedler nicht wirklich Schränke bauen kann und auch nicht so gut beim Abwasch ist, spielte er seine Geige und sang für die Gastgeber. Zu dem Zeitpunkt war er ziemlich populär in Norwegen, und so fingen die Leute nach einiger Zeit an, ihm auf seiner Reise zu folgen, wie in dem Film “Forrest Gump”.  🙂

Eines Tages machte der Geiger beim Wandern eine Rast auf einem Berg. Die Aussicht war unglaublich! Die Natur war überwältigend! Die Wärme der Sonne weckte die Lebensgeister! ! (LOL, ich rede so als wäre ich dort gewesen. Zur Information: ich war es nicht). Alex holte die Geige aus seinem schwarzen Kasten und ließ seine Hände tun, was sie wollten. Nach einiger Zeit des Spielens und Abdriftens in einen kleinen Tagtraum, hörte er sich eine Melodie spielen. »Das klang schön! Was war das noch mal? ” Erst später erkannte er, dass die Melodie seine eigene Schöpfung war! In den folgenden Tagen summte er sie beim Wandern. Stück für Stück, Wort für Wort, wurde ein Song geboren. Ein Lied über eine verlorene erste Liebe und ein Lied über den Glauben an die Liebe! Ein Märchen (Fairytale)! Er ging durch seinen Vier-Punkte-Plan seines “Erfüll dir deine Träume” Projekts und kam zu Nummer 2.

Es war ihm schon sehr früh klar, dass er dieses Lied an einem Ort aufführen sollte, an dem es die Anerkennung bekommen würde, die es verdiente: dem Eurovision Song Contest!

Es war, als ob das Schicksal ihm den Weg bereitet hätte: in jenem Jahr sollte der Wettbewerb in Moskau stattfinden! Er, der in der Sowjetunion geboren war, sollte bei einem Wettbewerb vor Menschen auftreten, die ihm in Geschichte, Kultur und Sprache verbunden waren! So viel Schicksal, dass man ausflippen könnte, um ehrlich zu sein. So gab es Blut, Schweiß und Tränen beim Nonstop-Üben in den folgenden sechs Monaten vor dem Wettbewerb.

Es gab noch ein anderes erstaunliches in-die-Sterne geschriebenes Element bei diesem Eurovisions-Märchen: sein Weg wurde von einer Gruppe von Tänzern gekreuzt, die die Tradition der norwegischen Volkstänze aufrecht erhalten, der “Frikar Dance Company”. Ihre Anwesenheit auf der Bühne hinter diesem Jungen, der früher einmal fremd und doch von der Welt verzaubert war – und nun die Macht hatte, die Welt zu verzaubern- erhob die einfache Melodie, in der die  Akkorde der Magie schwingen, in höhere Sphären.

Der Rest ist Geschichte, meine Freunde!:)

Er kam.  Er sah.  Er siegte.

“The greatest thing you’ll ever learn is to love and be loved in return.”(“Die größte Sache, die du je erfahren wirst, ist zu lieben und geliebt zu werden!”)

“Was bedeutet dieses Zitat, Irena?”, fragt ihr. Nun, das Leben geht weiter … nach einiger Zeit wird das Drei-Punkte-Programm des Projekts “Lebe deine Träume” zu einem Vier-Punkte-Programm … und dann, mit neuen Träumen, ein Sechs-Punkte-Projekt …ihr wisst, was ich meine.

Also, das ist nicht das Ende eines Märchens …

… DAS IST ERST DER ANFANG!

***

LEBENSLAUF

* Geburtsdatum: 13. Mai 1986
* Geburtsort: Minsk (Weißrussland)
* Mutter: Natalia Gurina
* Vater: Igor Rybak

* Einwanderung nach Norwegen: 1991/1992

* Student der klassischen Musik und Violine am “Barrat Due Academy” in Oslo
* Dirigent des “Ung Symfoni” Orchester in Bergen (Norwegen)
* “Anders Award” 2004
* Teilnahme an der TV-Sendung “Idol” im Jahr 2004* “Kjempesjansen” 2006 mit dem selbst komponierten Song “Foolin”* “Heddaprisen” für “Fiddler on the Roof” 2007
* Nebenrolle in dem Film “Yohan” (2010 veröffentlicht)

* ESC 2009: 387 Punkte von insgesamt 2436 Punkten, ein Rekord in der Geschichte des Eurovision Song Contests… 15,89% stimmten für ihn

*  ESC.today: Preis für den besten männlichen Auftritt beim ESC  2009 mit 47,8% der Stimmen.
* “Marcel Bezencon Award: Press Award 2009” beim ESC
* Das Video von seinem Auftritt mit “Fairytale” beim ESC wurde auf YouTube mehr als 60 Millionen Mal angeklickt.
* Am 18. Mai erreichte “Fairytale” Platz 1 bei iTunes

* Hauptrolle in dem Opern-Musical “Some Sunny Nights” 2009  *norwegische Synchronstimme für den Animationsfilm “Dragetreneren” (Drachenzähmen leicht gemacht) 2010 , (DreamWorks)

Spezielle Talente
Sprachen: Russisch, Norwegisch, Englisch
Instrumente: Violine, Klavier, Gitarre, Geige als Banjo gespielt 😉
Singen
Gesichtsakrobatik
Flirten :)))
zieht verdammt talentierte und lustige Menschen an (!) :P