Alexander Rybak setzt sein Musikstudium an der Columbia fort

Über das Columbia Chronicle:

Das Columbia Chronicle ist das offizielle von Studenten betriebene Organ der Nachrichten des Columbia College Chicago. Zum einen bringt das Magazin preisgekrönte  Artikel über das Leben auf dem Columbia Campus und in der South Loop Area heraus, zum anderen dient das Chronicle als Übungsstätte für journalistische Theorie und Praxis und bringt Profis unterschiedlicher Fachbereiche hervor, die für ihre Branchen sehr nützlich werden können.
Alexander ist für die nächsten zwei Jahre Student an diesem College und das Columbia Chronicle hat aus diesem Grund dieses schöne Interview mit ihm geführt.


Veröffentlicht im columbiachronicle.com, 18. September 2020
Text von Paige Barnes, Audience Engagement Editor. Photo: Alexander Rybak

Obwohl er seit seinem 11. Lebensjahr davon geträumt hat, Filmmusik zu komponieren, drehte sich Alexander Rybaks Karriere in den beiden letzten Jahrzehnten hauptsächlich um das Singen und das Schreiben von Songs.

2009 trat er anlässlich des Friedensnobelpreis-Konzerts vor dem früheren Präsidenten Barack Obama auf, er gab Hiccup seine Stimme in der norwegischen Version der Film-Trilogie „How to Train a Dragon“ („Drachenzähmen leicht gemacht“) und gelangte zu Ruhm, nachdem er 2009 mit seinem Lied „Fairytale“ den Eurosivion Song Contest gewonnen hatte.

Jetzt beginnt er an der Columbia seinen Masterstudiengang  der schönen Künste im Bereich Filmmusik-Kompostion und sagt, er sei bereit für „Alexanders musikalische Karriere 2.0.“

Er sagte, der Sieg beim Eurovision Song Contest war eine Art Katalysator, durch Auftritte den gesamten Globus zu bereisen. Rybaks Wunsch, Filmmusik zu komponieren verfestigte sich, als er positives Feedback von Film-Regisseuren und –Produzenten erhielt, nachdem er seinen Song „Into a Fantasy“ DreamWorks angeboten hatte, welcher später in den europäischen und slawischen Versionen von „How to Train your Dragon 2“ als Bonus Track hinzugefügt wurde.

Allerdings, so Rybak, hielt er sich danach mit dem Einsenden weiterer Musik an Produzenten und Regisseure zurück, da er viel über Popmusik wisse aber weniger Kenntnisse über die Filmproduktion habe.

„Es war merkwürdig den Regisseuren zu sagen: “Ich würde gern mit dir arbeiten, aber jetzt noch nicht“, sagte Rybak. „Da wurde mir klar, dass ich persönlich stets erst wirklich gelernt haben muss,  was ich anderen Menschen zeigen möchte, dass ich alles erst wirklich können muss.“

Rybak sagte, es sei Kubilay Uner gewesen, Assistenzprofessor im Fachbereich Musik und Direktor des Filmmusik Programms, der ihn überzeugte, auf die Columbia zu gehen. Rybak war beeindruckt von Uners musikalischem Fachwissen, seiner Erfahrung und seinem Streben, andere zu unterrichten.

Trotz seines Erfolgs, so Rybak, sei er nicht der Typ, der im Unterricht auf diesen hinweise.

Derzeit studiert Rybak online von zuhause in Norwegen aus, einem Dorf bei Oslo, aber er hofft, nach Chicago kommen zu können, wenn es sicher ist.

Rybak ist kein Künstler, der nur einem Genre zuzurechnen ist, er hat sich mit Pop, Folk, Soft Rock, Crossover und weiteren Musikgenres befasst.

Im Gegensatz zu seinen musikalischen Mitstreitern, die Folk- und Popmusik spielen, so Rybak, spiele er weder Gitarre noch Mandoline. Stattdessen spiele er Klavier und Geige seit seinem sechsten Geburtstag.

Er sagte, viele Musikkritiker hielten es zwar für wichtig, sich ein Image aufzubauen, das Gebiet der Filmmusikkomposition ermutige Künstler aber, facettenreich zu sein, was seiner Meinung nach auf jegliche Musik angewandt werden sollte.

In diesem Herbst hat er sechs Kurse belegt und meinte, es sei schwierig ein Musikprogramm wie das an der Columbia zu finden, das einen Lehrplan anbietet, wo alle Kurse zusammenhängend arbeiten, indem alle Lehrer auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

Aufgrund seiner Karriere verbringt Rybak nur 20 Tage im Jahr in Norwegen. Viele halten ihn für einen „Party-Star“, erklärte Rybak, aber er genieße gelegentliche Phasen des Alleinseins und würde die After-Party lieber auslassen.

„Mich mit Leuten zu umgeben ist inspirierend für mich, das macht etwa 10% meiner Zeit am Tag aus,“ sagte Rybak, „und anschließend gehe ich gern nach Hause und denke über all die klugen Dinge nach, die gesagt wurden. Darum liebe ich dieses Programm so, denn es gibt mir einen Energieschub und anschließend kann ich allein sein.“

Foto:
Alexander Rybak sagte, er sei froh, dass er von Norwegen aus online studieren könne, und er freue sich auf das „Columbia Experiment“, sobald es sicher ist in die Staaten zu reisen.

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